Bevor der erste Kunde kommt, solltest du abgesichert und arbeitsfähig sein. Diese Liste hilft dir dabei. Nicht alles brauchst du am ersten Tag. Aber ich würde nichts davon auf die lange Bank schieben, vor allem nicht bei den Versicherungen. Frag bei der Anbindung an deinen Pool oder Vertrieb, welche Lösungen er dir anbietet.
Versicherungen
- Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (VSH): Pflicht für die Erlaubnis nach § 34i. Sie zahlt, wenn ein Kunde durch einen Beratungsfehler Geld verliert (Kapitel 13).
- Betriebshaftpflichtversicherung: Sie deckt Personen- und Sachschäden, für die die VSH nicht zuständig ist. Zum Beispiel, wenn beim Kundentermin der Kaffee über den Laptop des Kunden läuft.
- Krankenversicherung: In Deutschland Pflicht. Als Selbstständiger wählst du zwischen freiwilliger gesetzlicher und privater Krankenversicherung.
- Krankentagegeldversicherung: Bist du krank, verdienst du nichts. Das Krankentagegeld überbrückt diese Zeit. In der gesetzlichen Kasse geht das über einen Wahltarif.
- Berufsgenossenschaft: Ohne Mitarbeiter bist du nicht automatisch unfallversichert. Bei der VBG kannst du dich aber freiwillig gegen Arbeits- und Wegeunfälle absichern (VBG). Sobald du jemanden einstellst, ist die Mitgliedschaft Pflicht.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Deine Arbeitskraft ist dein wichtigstes Kapital. Schließ sie früh ab, solange du jung und gesund bist.
- Rentenversicherung: Selbstständige Vermittler sind bisher nicht automatisch rentenversichert und müssen selbst vorsorgen. Die Bundesregierung plant eine Altersvorsorgepflicht für neue Selbstständige, mit der Wahl zwischen gesetzlicher Rentenversicherung und privaten Vorsorgeprodukten (Cash.). Beim Starttermin gehen die Angaben auseinander, genannt werden 2026 und 2027. Prüf den aktuellen Stand, bevor du dich festlegst.
Arbeitsplatz und Technik
- Ein fester Arbeitsplatz, an dem du ungestört telefonieren und beraten kannst
- Schreibtisch und ergonomischer Bürostuhl
- Computer und Monitore, am besten zwei: auf dem einen der Vergleichsrechner, auf dem anderen die Kundenunterlagen
- Drucker und Scanner
- VoIP-Telefon
- Finanzmathematischer Taschenrechner
Digitale Beratung und soziale Medien
Immer mehr Beratungsgespräche laufen per Video. Und wer in den sozialen Medien sichtbar ist, wird gefunden. Mit überschaubarem Budget wirkst du dabei professionell:
- Digitalkamera oder gute Webcam
- Mikrofon
- Stativ
- Cam Link Adapter, damit du eine Digitalkamera als Webcam nutzen kannst
Software
- Europace und eHyp für den Baufinanzierungsvergleich, meist über deinen Pool (Kapitel 5 und 18)
- ThinkImmo als Marketingtool: eine Immobilien-Suchmaschine mit aktuellen Inseraten sowie Rendite- und Standortanalysen, die du für die Kundenansprache und deine Beiträge nutzen kannst
- CRM-System (Customer-Relationship-Management) für Kunden, Tippgeber und Wiedervorlagen, zum Beispiel FinLink oder FinCRM. Über meine Kontakte sind hier Rabatte möglich, sprich mich einfach an
- Terminplanung, zum Beispiel TidyCal, damit Kunden selbst einen Termin buchen können
- Buchhaltung und Steuer, zum Beispiel SteuerSparErklärung
- Videokonferenz, zum Beispiel Google Meet oder Zoom
- MS Office
- PDF-Reader