Ich mache es kurz: Eine Anstellung würde ich dir nur als letzte Option empfehlen. Die meisten Baufinanzierungsfachleute in Deutschland arbeiten selbstständig. Das hat Gründe.
Angestellt landest du meist in einer Bank. Als Kundenbetreuer, als Berater oder im Backoffice, wo du Darlehensverträge erstellst oder Immobilien bewertest. Feste Zeiten. Feste Vorgaben. Und Ziele, die sich jemand anderes für dich ausgedacht hat.
Ich kenne diese Seite, bis 2010 war ich selbst Kreditkundenberater bei einer großen deutschen Bank. Der größte Haken: Du berätst nur mit den Produkten deines Hauses. Passt das Angebot nicht zum Kunden, hast du keine Alternative und sollst trotzdem abschließen. Bei einer Versicherung oder Bausparkasse ist es nicht anders. Mit fairer, unabhängiger Beratung hat das wenig zu tun.
Dann das Geld. Als Angestellter bekommst du ein festes Gehalt, meist rund 2.500 bis 3.000 Euro netto im Monat (Kapitel 6). Ob du zehn Finanzierungen im Jahr begleitest oder dreißig, merkst du auf deinem Konto kaum. Die Früchte deines Einsatzes erntet vor allem dein Arbeitgeber.
Fairerweise muss man sagen: Die Anstellung hat Seiten, die manchem wichtig sind. Das Gehalt kommt pünktlich. Eine eigene Erlaubnis nach § 34i brauchst du nicht, denn die Bank haftet für dich. Wer erst ein paar Jahre Erfahrung sammeln will, bevor er sich selbstständig macht, kann so einsteigen. Als Dauerlösung würde ich es dir nicht empfehlen.
Der selbstständige Vermittler sucht dagegen aus dem Angebot von über 750 Banken das Passende für seinen Kunden heraus und verdient an jedem Abschluss mit (Kapitel 1). Wie der Markt dahinter aufgebaut ist, zeigt dir das nächste Kapitel.